14.08.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kollektiver Abgesang

Großbanken rechnen mit Zusammenbruch des gemeinsamen Währung. Kapitalflucht aus Euro-Zone nimmt immer stärker zu

Rainer Rupp
Anlage-Experten der Deutschen Bank halten inzwischen den Zusammenbruch der gemeinsamen Währung für »ein sehr wahrscheinliches Szenario«. Auch Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus, die Commerzbank, signalisiert »Sorge« vor einem Kollaps der Euro-Zone. In ihrem aktuellen Quartalsbericht, der letzte Woche veröffentlicht wurde, heißt es, daß ein neuer Schock durch die Eskalation der Schuldenkrise zum Zusammenbruch der Währungsunion führen könnte. Diese Gefahr sei derzeit größer als im Herbst letzten Jahres. Der italienische Ministerpräsident Mario Monti warnte derweil vor dem »psychologischen Auseinanderbrechen« Europas, falls die Euro-Krise nicht bald gelöst würde. Der befürchtete Bruch hat jedoch schon längst eingesetzt, insbesondere dort, wo die Menschen im Euro und in den Brüsseler Eurokraten eine akute Bedrohung ihrer bisherigen Lebensweise, ihrer Jobs und der Zukunft ihrer Kinder sehen. So wächst auch der Druck auf die Parlamentarier in allen Mitgliedsländern. Doch dagegen hat der de...

Artikel-Länge: 5619 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe