13.08.2012 / Ausland / Seite 7

Reporter als Ziele

Syrien: Täglich Angriffe auf Journalisten und Fernsehsender. Staatliche Medien widerlegen ausländische Lügen

Karin Leukefeld, Damaskus
Syrische Journalisten sind am Wochenende erneut Ziel von Angriffen bewaffneter Gruppen geworden. Am Samstag abend wurde Ali Abbas, Leiter der internationalen Abteilung der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA in seiner Wohnung erschossen. Bereits am Freitag war ein vierköpfiges Team des Fernsehsenders Al-Ikhbariya in dem Ort Tal Mnin unweit des weltbekannten Pilgerziels Sednaya entführt worden. In dem etwa 30 Kilometer nördlich von Damaskus gelegenen Gebiet kommt es seit Tagen zu heftigen Kämpfen zwischen der regulären Armee und bewaffneten Aufständischen. Die Syrische Journalistenunion forderte internationale Unterstützung für die Freilassung des Fernsehteams. Der Sender erklärte in einer Stellungnahme, die Staaten, die die bewaffneten Gruppen unterstützten, seien für das Wohlergehen der Reporter verantwortlich. Journalisten von Al-Ikhbariya arbeiten seit Wochen »eingebettet« bei den syrischen Streitkräften und haben Berichte aus verschiedenen Vororten von Damaskus, aus Homs...

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