11.08.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Bewußte Eskalation

Aufarbeitung des Pogroms bleibt lückenhaft

Ulla Jelpke
Ein Forscherteam der Universität Rostock kommt in einer aktuellen Studie zur Einschätzung, daß es bei der politischen, juristischen und wissenschaftlichen Aufarbeitung des Pogroms in Lichtenhagen vor 20 Jahren »immer noch Leerstellen« gibt. Dies gelte insbesondere für die Rolle der damals verantwortlichen Politiker, der Medien und die Hintergründe des fatalen Polizeieinsatzes, heißt es in der 88 Seiten umfassenden Publikation »20 Jahre Rostock-Lichtenhagen. Kontext, Dimensionen und Folgen der rassistischen Gewalt« des Instituts für Politik- und Verwaltungswissenschaften.

Die Untersuchungsausschüsse sowohl der Stadt Rostock als auch des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern hätten darauf verzichtet, »lückenlos aufzuzeigen, wer was wann wo getan oder gelassen hatte«. Dem Untersuchungsausschuß des Landtags war die PDS damals ferngeblieben, die SPD stimmte gegen den Abschlußbericht, weil zentrale Fragen verschleppt und unzureichend untersucht worden seien, dar...

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