11.08.2012 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Über Aristoteles III (und Schluß)

Reinhard Jellen
»Aristoteles’ Ausgangspunkt ist stets: Die Natur organisiert sich. Dabei berücksichtigt der Stagirit nicht nur die natürliche Ausstattung eines Lebewesens, sondern überdies das Denk- und Sprachorgan, welches sich beim Menschen in seinem logischen Denk- und Urteilsvermögen niederschlägt. Der Aristotelische Freiheitsbegriff hat also eine vielseitig angelegte organische Basis. (...) Das Aristotelische Freiheitskonzept (...) stellt sich als ein vielseitig organisierter Prozeß dar, welcher auf die komplexitätssteigernde Mitte als ästhetisches Konzept zielt. (...) Für ihn ist der Mensch zunächst ein Seelenwesen, das sich in dreifacher Hinsicht formt. Er ist ein theoretisch, praktisch und ästhetisch tätiges Wesen, welches in der ästhetischen Tätigkeit (...) seinen Höhepunkt erfährt. Das ästhetische Moment hat hier einen Kompendiumscharakter, der im Menschen sowohl seine Naturanlagen als auch seine gesellschaftliche Natur berücksichtigt.«

(Jose...

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