11.08.2012 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Berlin wurde im Juni 1948 vom Westen gespalten«

Gespräch mit Günter Ganßauge. Über den 13. August 1961 in Berlin, die Ermordung von DDR-Grenzsoldaten und Besucher am Brandenburger Tor

Arnold Schölzel
Oberstleutnant a. D. Günter Ganßauge (geb. 1929) erlebte den 13. August 1961 in Berlin als Hauptmann der DDR-Volkspolizei. Von 1962 bis 1984 war er Leiter des Informationszentrums der NVA-Stadtkommandantur am Brandenburger Tor. Er ist in der Gesellschaft zur rechtlichen und humanitären Unterstützung e.V. (GRH) aktiv

Sie waren seit Anfang der 50er Jahre Angehöriger der DDR-Volkspolizei. Welche Aufgaben hatten Sie am 13. August 1961?

Die Grenze zwischen der DDR und Westberlin kannte ich seit 1952, zunächst als Polizeiposten, später als Offizier und schließlich als stellvertretender Kommandeur des Sicherungskommandos Berlin. Das war eine Polizeieinheit von rund 2000 Mann, die von Lübars im Norden bis nach Schönefeld im Süden quer durch die Stadt an der Grenze kontrollierte. In dieser Funktion habe ich auch den 13. August erlebt, konkret am Potsdamer Platz. Ich war am 12. August um 20 Uhr eingewiesen worden mit dem vertraulichen Hinweis, daß die Polizei...

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