09.08.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Hintergrund: Westkurdistan

Nick Brauns
Das als »Westkurdistan« bezeichnete Gebiet erstreckt sich von der Mittelmeerküste entlang der Grenze zur Türkei bis hinunter zur syrisch-irakischen Grenze und umfaßt die Enklaven Afrîn, Ain Al-Arab (Kobanî) sowie Dschazira in der Provinz Al-Hasaka. Seit den 1960er Jahren sahen sich die heute ca. vier Millionen syrischen Kurden einer Arabisierungspolitik durch die Zentralregierung ausgesetzt. Gleichzeitig gewährte Präsident Hafis Al-Assad ab 1980 der Arbeiterpartei Kurdistans PKK ein sicheres Rückzugsgebiet für ihren Kampf gegen die Türkei. Nach der auf NATO-Druck erzwungenen Vertreibung von PKK-Chef Abdullah Öcalan aus Syrien schlossen Ankara und Damaskus 1999 ein gegen die PKK gerichtetes Abkommen. Ein Aufstand im März 2004, bei dem über 30 Kurden von Sicherheitskräften getötet wurden, gilt als »kurdisches Erwachen«. Seit dem 20. Juli 2012 haben kurdische Volksräte die Kontrolle über eine Reihe von Städten übernommen, aus denen sich die staatlichen Sicherheitskräfte weitgehend zurück...

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