09.08.2012 / Inland / Seite 5

Geheimhaltungspolitik der Polizei kritisiert

Dortmund: Antifaschisten mobilisieren gegen Neonaziaufmarsch am Antikriegstag. Route bisher nicht veröffentlicht

Wera Richter
In Dortmund bereiten sich Antifaschisten auf den 1. September vor, um die Vereinnahmung des Weltfriedenstages durch Neofaschisten zu verhindern. Diese mobilisieren bereits zum 8. Mal in Folge in die Ruhrgebietsstadt zu ihrem »nationalen Antikriegstag«. Der jährliche Aufmarsch in Dortmund gehört insbesondere bei militanten Neonazis der »Kameradschaften« zum festen Programm. Nachdem die Rechten 2009 und 2010 wegen massiver Proteste nur noch stationäre Kundgebungen am Dortmunder Hafen abhalten durften, ging die Teilnehmerzahl, die auf über 1000 angewachsen war, wieder zurück. Im vergangenen Jahr sorgte die Polizei allerdings mit 4000 Beamten, Wasserwerfern und massiver Gewalt dafür, daß rund 700 Neonazis wieder durch die Stadt marschieren konnten. Etwa 10000 Antifaschisten hatten sich an Protesten beteiligt, Tausende davon an Blockaden.

Auch in diesem Jahr bahnt sich trotz des neuen Polizeipräsidenten Norbert Wesseler (SPD), der sich im Gegensatz zu seinem ...

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