09.08.2012 / Ausland / Seite 6

Bauernkampf um Land

Honduras: Verbände fordern neues Agrargesetz und Bodenreform

Benjamin Beutler
In Honduras eskaliert der Konflikt um Grund und Boden, nachdem die Krise schon seit Jahren schwelte. Großgrundbesitzer aus allen Teilen des zentralamerikanischen Staates melden Landbesetzungen durch mittellose Bauern und ihre Familien. Nicht nur in abgelegenen Gegenden werden Fincas in Beschlag genommen, auch in der Nähe von Städten nehmen sich die Ärmsten der Armen was sie brauchen. Am Dienstag haben nun Bauern aus dem ganzen Land ihre Zelte vor dem Kongreßgebäude in Tegucigalpa aufgeschlagen, um eine Bodenreform durchzusetzen. Bereits im Oktober hatten die 32 beteiligten Bauernverbände dem Parlament einen Gesetzentwurf übergeben, jetzt wollen sie den Druck auf die Abgeordneten erhöhen. »Es sind noch rund 2000 Bauern auf dem Weg«, kündigte Eugenio Herrera Quiroz vom Dachverband ANACH an. »Wir verlassen die Hauptstadt erst, wenn unser Gesetzprojekt hier behandelt wird.« Doch der Entwurf ist sozialer Sprengstoff. Gefordert wird ein sofortiger »Wandel in Po...

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