07.08.2012 / Titel / Seite 1

Krieg gegen Medien

Karin Leukefeld, Damaskus
Ein Anschlag auf den staatlichen syrischen Radio- und Fernsehsender in Damaskus hat am Montag morgen eine Etage in dem Gebäude weitgehend zerstört. Der Sprengsatz explodierte kurz nach neun Uhr Ortszeit, dem offiziellen Arbeitsbeginn während des Fastenmonats Ramadan. Zerstört wurden Büroräume, das Videoarchiv, Montage- und Cutterplätze. Aufnahmen, die kurz nach dem Anschlag von Kameraleuten des Senders gedreht wurden, zeigten abgerissene Deckenteile, eingestürzte Mauern und herunterhängende Stromkabel. Mitarbeiter halfen mit Staub und Putz bedeckten Kollegen aus den zerstörten Räumen. Nach bisherigen Angaben wurden drei Menschen verletzt. Das Hochhaus am Umayyaden-Platz wies äußerlich keine Beschädigungen auf. Der Sender nahm nach wenigen Stunden sein Programm wieder auf. Unklar ist, wie der Sprengsatz in das hoch gesicherte Gebäude gelangen konnte. Informationsminister Omran Al-Subi machte Katar, Saudi-Arabien und Israel für den Anschlag verantwortlich. »Nichts kann die Stimme Syrie...

Artikel-Länge: 3774 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe