07.08.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Schlimmer als gedacht

Reichensteuer nötiger denn je. An Argumenten fehlt es nicht. Studie zeigt, die Einkommensverteilung ist noch ungerechter als bisher gedacht

Rainer Rupp
In Deutschland wird wieder über eine sogenannte Reichensteuer debattiert. Erhellend für alle Beteiligten könnte ein Blick in die jüngst veröffentlichte Studie des US-Instituts Netzwerk für Steuergerechtigkeit sein. Die Ergebnisse dieser weltweit durchgeführten Untersuchungen zeigen, daß alle bisherigen Vorstellungen einer ungerechten Einkommensverteilung in den kapitalistischen Metropolen viel zu niedrig greifen. Den Grund dafür sehen die Autoren in der Beschränkund der bisherigen Untersuchungen über Arme und Reiche auf den Nationalstaat. Dadurch würde nur das innerhalb der jeweiligen Staaten angehäufte Vermögen zur Basis genommen. Geld, das mit Hilfe von Banken in ausländische Steuerparadiese transferiert wird, bliebe unberücksichtigt.

Unter Leitung des Ökonomen James Henry haben die Forscher des »Tax Justice Network« (TJN) nun diese Steuerparadiese unter die Lupe genommen. Die nötigen Daten lieferten der Internationale Währungsfonds, die Weltbank, die ...

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