07.08.2012 / Feuilleton / Seite 12

Alles fällt kleiner aus

Aber die Rollenbilder sind genauso tödlich: »Who killed Marilyn?« spielt in der französischen Provinz

Sebastian Triesch
Seit dem Überraschungserfolg »Ziemlich beste Freunde« schwappt eine Welle französischer Filme durch die deutschen Kinos. »Und wenn wir alle zusammenziehen?«, »Kochen ist Chefsache« … Mit avantgardistischer Ästhetik hat diese »demie-nouvelle vague« herzlich wenig zu tun. Die Filme werfen einen – nicht nur – heiteren Blick auf das menschliche Zusammenleben in absurden Konstellationen. Wenn von ihnen als »französischen Komödien« die Rede ist, schwingt der Qualitätsunterschied zu den deutschen Gegenstücken mit, den zuletzt »Zettl« oder »Rubbeldiekatz« schmerzlich spürbar machten. Einer strengen Gedenktagarithmetik folgend, kam nun zum 50. Todestag Marilyn Monroes der Film »Who killed Marilyn?« in die deutschen Kinos. Über die Leinwände seines Herkunftslands Frankreich flimmerte er als »Poupoupidou« schon im Januar 2011. Das offizielle Label Komödie wird dem Film nicht unbedingt gerecht, zu sehr dreht er sich um tiefschürfende Fragen, obgleich der Beginn zunächst eine P...

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