06.08.2012 / Feuilleton / Seite 12

Die Ordnung der Geräusche

Musik zur Unzeit

René Hamann
Daß es Menschen gibt, die weitgehend ohne Musik durch die Tage kommen, ja, sogar sich oftmals von Musik gestört fühlen, finde ich erstaunlich. Es gibt Menschen, die keine Musik hören können, wenn sie lesen, wenn sie zu Abend essen, wenn sie frühstücken. Sie halten Musik, also die Ordnung der Geräusche, für etwas, dem sie volle Konzentration schenken müssen, und das strengt sie an, wenn sie eigentlich mit anderen Dingen beschäftigt sind. Mir geht das anders. Ich höre fast immer Musik, oder kann fast immer Musik hören. Beim Frühstück, bei der Arbeit, beim Sex, beim Einkaufen, beim Rasenmähen. Es kommt nur eben darauf an, was für Musik es ist. Und wozu sie am besten paßt. Ein angenehmer Soundtrack für die Badewanne ist zum Beispiel die neue Platte von Frankie Rose, der ehemaligen Schlagzeugerin der Dum Dum Girls und der Vivian Girls. »Interstellar« (Memphis Industries/Indigo) ist ihre zweite Platte, und sie macht auf dieser Platte, die ganz allein unter ihrem Namen erscheint und ihre B...

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