04.08.2012 / Ausland / Seite 7

Tod nach Polizeigewahrsam

Argentinier nach Festnahme in Spanien unter ungeklärten Umständen gestorben

Carmela Negrete
Der Tod eines aus Argentinien stammenden Aktivisten der spanischen »Empörten« sorgt für diplomatische Verwicklungen zwischen Buenos Aires und Madrid und für Proteste in Barcelona. Am Mittwoch abend forderte die Bewegung mit einer Kundgebung auf der Plaça Catalunya im Zentrum der katalanischen Metropole Aufklärung. Juan Pablo Torrija war am 14. Juli im Trueta-Krankenhaus von Girona verstorben. Sein Körper wies zahlreiche Wunden auf, die offensichtlich von Schlägen und Fesselungen herrührten. In die Klinik gebracht worden war er drei Tage zuvor von Polizisten, die ihn Stunden vorher festgenommen und in die Wache gebracht hatten. Entgegen den Bestimmungen der Wiener Konvention, die Rechte und Pflichten der diplomatischen Beziehungen zwischen souveränen Staaten regelt, wurden seine Familie und die argentinische Botschaft von den spanischen Behörden erst zwei Wochen nach dem Tod des 41jährigen über den Vorfall informiert. Seine Angehörigen zweifeln die offizielle Version, wonach Torrija d...

Artikel-Länge: 4596 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe