04.08.2012 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Liebe, Bewußtsein und Revolution«

Gespräch. Dame Pa’ Matala aus Venezuela. Über Musiker als alternative Multiplikatoren, Reggaeton und Kommerz sowie das Eindringen in die Charts

André Scheer und Christof Meueler
»Dame Pa’ Matala«, derzeit eine der erfolgreichsten Musikgruppen Venezuelas, besuchte am Montag die jW-Redaktion. In kompletter Besetzung stellten sich William Alvarado, Pedro Blanco, Jesús Lozada, Arturo Alvarado, Harry Ramos, Juan Carlos Marín und Daniel Méndez unseren Fragen – und uns vor das schier unlösbare Problem, aus dem angeregten Gespräch ein lesbares Interview zu extrahieren. »Nehmt unsere Antworten einfach als kollektive Meinung der Gruppe«, schlug Pedro vor – und so geschah es.

Dame Pa’ Matala gibt es jetzt seit sechs Jahren. Wie habt ihr euch gefunden, wie ist die Gruppe entstanden?

Wir stammen alle aus San Felipe im Bundesstaat Yaracuy. Wir kannten uns schon aus verschiedenen kulturellen Projekten. Einige von uns haben vorher HipHop gemacht, andere Rock, Salsa, E-Musik im Rahmen des Sistema der Kinder- und Jugendorchester. (Im Rahmen einer staatlichen Stiftung erhalten rund 350000 Kinder und Jugendliche kostenlos ein...

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