03.08.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Rußlands Interessen in Syrien

Rainer Rupp
Seit Wladimir Putin Anfang des Jahres wieder das Amt des russischen Präsidenten übernommen hat, hat er keine Minute verloren, um eine weitere Zuspitzung der Lage in Syrien zu verhindern, die durch westliches Abenteurertum und Fehlkalkulation in einen, die ganze Region erfassenden Flächenkrieg eskalieren kann. Auf der Suche nach einer friedlichen Lösung betrieb der Kreml-Chef in den vergangenen Wochen eine umfassende persönliche Diplomatie mit der syrischen Regierung, aber auch mit der sogenannten Opposition, dem hauptsächlich aus westlichen Exilanten bestehenden »Syrischen Nationalrat«. Er führte Gespräche mit dem religiösen Erdogan-Regime in Ankara, dessen Träume, die Türkei in einen Energieknotenpunkt für Westeuropa zu verwandeln, von Rußlands Kooperation abhängen; er verhandelte mit US-Präsident Barak Obama hinter verschlossenen Türen und forderte bei seinem Besuch in Israel Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zur Mäßigung auf. Das alles mit dem Ziel, eine militärische Interventio...

Artikel-Länge: 3760 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe