03.08.2012 / Ausland / Seite 6

Grünes Sammelsurium

Japan: Neue Umweltpartei kann trotz AKW-Katastrophe kaum Fuß fassen

Josef Oberländer
Japans Grüne haben sich bislang schwer damit getan, unter der von der Atomkatastrophe von Fuku­shima geschockten Bevölkerung Anhänger zu finden. Die am vergangenen Wochenende aus der Taufe gehobene »Grüne Partei« (Midori no Tou) ist bei weitem nicht der erste Versuch von Umweltaktivisten und Bürgerrechtlern, einen Wahlverein zu gründen. Daß die nordrhein-westfälische Grünen-Politikerin Bärbel Höhn auf der Gründungsversammlung eine Rede hielt, mag im fernen Deutschland für Aufmerksamkeit gesorgt haben. In Japan werden die Grünen, die zu den kommenden Wahlen antreten wollen, aber kaum wahrgenommen.

Die Partei kämpft für mehr Bürgerbeteiligung, mehr Klimaschutz und den Ausstieg aus der Atomtechnologie. Sie will die Politik nicht mehr Abgeordneten und Bürokraten überlassen und stellt die Wachstumsideologie der Nachkriegszeit in Frage. Einen Beitritt des Landes zur Freihandelszone Trans-Pacific Partnership im Asien-Pazifik-Raum lehnen die Grünen ab.

Die Vorl...



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