01.08.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

FDP für Leopard-Deal

Wirtschaftspolitiker Lindner befürwortet Panzerexport nach Katar. In München protestieren Kriegsgegner heute vor der Rüstungsschmiede Krauss-Maffei Wegmann

Rüdiger Göbel
Das Emirat Katar möchte gerne 200 deutsche Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 kaufen. Der Deal würde gut zwei Millarden Euro in die Kassen der hiesigen Rüstungsschmiede Kraus-Maffei Wegmann spülen. Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist offensichtlich gewillt, das Exportgeschäft an den Golf zu genehmigen. Zur Debatte steht zudem die Lieferung von 800 Leopard-Panzern an Saudi-Arabien. Mit teils hanebüchenen Argumenten verteidigen Koalitionspolitiker die Aufrüstungsmaßnahme gegen Kritik aus Opposition und Friedensbewegung (jW berichtete). Am Dienstag machte sich der FDP-Wirtschaftspolitiker Martin Lindner für die Leopard-Lieferung an den Emir in Doha stark. »Unter Abwägung unserer außenpolitischen, sicherheitspolitischen Interessen, unserer wirtschaftspolitischen Interessen, aber auch der Menschenrechtssituation dort käme ich persönlich zu dem Ergebnis, daß ich ihm diese Panzer verkaufen würde«, sagte der Liberale im Deutschlandradio Kultur. Lindner verwies in de...

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