01.08.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Solarbranche attackiert

Antidumpingklage von Herstellern aus EU-Staaten gegen Konkurrenz aus China. Handelskrieg für beide Seiten unerwünscht

Gerhard Feldbauer
Europäische – und insbesondere deutsche – Solarunternehmen stehen im Konkurrenzkampf gegen chinesische Firmen auf verlorenem Posten. Jetzt haben sie bei der Europäischen Kommission eine Antidumpingklage eingereicht. Die preisgünstigeren Angebote der Firmen aus dem Reich der Mitte seien Resultat von Wettbewerbsverzerrungen und unfairen Handelspraktiken, so der Vorwurf. Hauptgrund dafür seien die den chinesischen Unternehmen gewährten milliardenschweren staatlichen Kredite bzw. Subventionen. Da fühlt man sich sofort an die von der Bundesregierung der deutschen Autoindustrie zugeschusterte Abwrackprämie erinnert, bei der den Herstellern gut fünf Milliarden Euro geschenkt wurden.

Voraussetzung eines Verfahrens bei der EU ist, daß ein Viertel der vermeintlich betroffenen europäischen Firmen die Klage einreichen. Mit 25 Unternehmen aus Deutschland, Italien, Spanien und weiteren EU-Ländern, die sich in der Initiative »EU Prosun« zusammengeschlossen ...

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