01.08.2012 / Thema / Seite 10

Der Aufsteiger

Porträt. Vom Linksradikalen zum Verfechter neoliberaler Hochschulpolitik: Warum Wolf Wagner, Autor des Bestsellers »Uni-Angst und Uni-Bluff«, kein guter Ratgeber mehr ist

Michael Zander
Sich als Student des ersten Semesters an einer Universität zurechtzufinden, ist keine leichte Aufgabe. Dies gilt vor allem für diejenigen, in deren Familien es wenig oder gar keine Erfahrung mit akademischer Bildung gibt. Ungewohnt sind die Örtlichkeiten, das Lehrangebot, die Studienorganisation, die oftmals hochgestochen klingenden Reden der Professoren, aber auch der Kommilitonen aus höheren Semestern. Wenn man eine Vorlesung oder einen Aufsatz nicht versteht, neigt man schnell dazu, sich selbst für beschränkt zu halten, bemüht sich aber zugleich, andere davon nichts merken zu lassen. Aus dieser typischen Erfahrung erklärt sich das seit über drei Jahrzehnten anhaltende Interesse an einem Buch, das genau dieses Unbehagen aufgreift. Gemeint ist der Band »Uni-Angst und Uni-Bluff«, der erstmals 1977 im Westberliner Rotbuch-Verlag erschien. Der Autor Wolf Wagner, 1944 in Tübingen geboren, studierte Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, das in den 1970er...

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