31.07.2012 / Inland / Seite 5

Friedrichs gutes Recht

Ohne Begründung: Bundesinnenminister tauscht komplette Führung der Bundespolizei aus. Kritik von Gewerkschaften und Opposition. Linke spricht von »Feudalherrenstil«

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die Führungsspitze der Bundespolizei am Montag über ihre Ablösung in Kenntnis gesetzt. Der seit 2008 amtierende Bundespolizeipräsident Matthias Seeger wurde am Montag in den einstweiligen Ruhestand versetzt, seine Stellvertreter Michael Frehse und Wolfgang Lohmann sollen neue Aufgabenbereiche erhalten. Mit dem bisherigen Referatsleiter für Terrorismusbekämpfung im Bundesinnenministerium, Dieter Roman, als neuen Polizeichef, und den ebenfalls aus dem Innenministerium kommenden Spitzenbeamten Jürgen Schubert und Franz Palm für die Stellvertreterposten will Friedrich die Spitze der 40000 Mitarbeiter starken Polizeitruppe mit seinen eigenen Vertrauensleuten besetzen. Am Mittwoch soll sich das Bundeskabinett mit Friedrichs Personalvorschlägen befassen.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Bernhard Witthaut sieht die Ablösung der Bundespolizeispitze »mit vielen Fragezeichen versehen« ...

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