30.07.2012 / Inland / Seite 5

»Kotti & Co« macht weiter

Kreuzberger Mieterinitiative setzt Protestcamp fort und bereitet sich auf Konferenz im Herbst vor

Charlotte Langenkamp
Das Protestcamp der Mieterinitiative »Kotti & Co« ist eine offene Hütte aus Brettern, beklebt mit zahlreichen Flugblättern und Plakaten in deutscher und türkischer Sprache. Tagsüber spielen Kinder zwischen den Bänken, nachts, wenn die Hitze nachgelassen hat und die Fastenzeit des Ramadans beendet ist, kommen die Familien aus den anliegenden Hochhäusern und verbringen die Stunden zusammen. Es wird gespielt und diskutiert.

Die Gegend rund um das Kottbusser Tor hat sich in den letzten Jahren verändert. »Man fühlt sich teilweise wie im Zoo«, sagt Alexander Kaltenborn von »Kotti & Co« im Gespräch mit junge Welt. »Was hier stattfindet, ist reinster Ballermanntourismus«, ärgert er sich, »und die Politik fördert diesen Trend auch noch«. Die Mietergemeinschaft gibt es jetzt seit knapp einem Jahr. Ihr Hauptproblem sind natürlich nicht die Touristen, sondern die steigenden Mieten im sozialen Wohnungsbau. »Sozialer Wohnungsbau ist ein absurder Begriff, wenn man sich...

Artikel-Länge: 3372 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe