27.07.2012 / Inland / Seite 4

Krise verdirbt Bahn-Rekord

Mehr Fahrgäste als je zuvor, doch der Gütertransport leidet unter sinkender Industrieproduktion. Vorstand hält dennoch an Gewinnerwartung für 2012 fest

Sebastian Carlens
Die schreibende Zunft hätte sie spüren können, die ersten Anzeichen der Flaute. In diesem Jahr wurde erst der Journalistenrabatt auf die Bahn-Card gestrichen, dann fiel auch noch das legendäre Buffet bei der Halbjahres-Pressekonferenz aus: kalte Häppchen statt Lammbraten und Lachsplatten. Die Meetings bei der Deutschen Bahn, bislang in etlichen Redaktionen heiß umkämpfte lukullische Wunschtermine, verlieren damit zwar an Reiz, doch Rüdiger Grube und seine Vorstandkollegen bemühten sich, trotz allem gute Stimmung zu verbreiten: Bezogen auf den Betriebsgewinn sei die Bahn-Führung »derzeit gedämpft optimistisch«, teilte der Vorstandsvorsitzende der Presse am Donnerstag in Berlin mit.

Der Staatskonzern bekommt die weltweite Wirtschaftskrise deutlich zu spüren: Transport und internationale Logistik, die hauptsächlichen Umsatzbringer, kämpfen mit sinkenden Margen. Vor allem Einbrüche in der Stahlindustrie, wichtiger Zweig des Cargo-Geschäftes, tref...

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