27.07.2012 / Inland / Seite 5

Rote Karte

Die Mediengruppe Madsack hat in den vergangenen Jahren stark expandiert. Jetzt wird rationalisiert

Johannes Schulten, Potsdam
Im Härtefall wird unser Haus nicht mehr gewollt.« Karin Wagner wählt deutliche Worte, um den Ernst der Lage bei der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zu beschreiben. Die Betriebsratsvorsitzende steht vor dem Werkstor der Märkischen Verlags- und Druckgesellschaft in Potsdam. Mit ihr haben sich gut 130 Kollegen zu einer »aktiven Mittagspause« versammelt. Sie demonstrieren gegen die Entlassung von 41 Beschäftigten, die der neue Eigentümer, die Hannoveraner Mediengruppe Madsack, im Juni bekanntgegeben hat. Doch die Sorge gilt nicht nur diesen Kollegen im Verlag. Die Umstrukturierungen im Madsack-Konzern könnten bald auch die Redaktion und die Druckerei treffen. Dann ständen Hunderte Jobs auf dem Spiel. 400 protestieren Mit solchen Sorgen ist man in Potsdam nicht allein: Unter dem Motto »Rote Karte für Sozial-Foul« protestierten deshalb am Mittwoch gut 400 Madsack-Beschäftigte an zahlreichen Standorten des Unternehmens für ihre Arbeitsplätze. Kundgebungen und Mahnwachen gab es unter and...

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