23.07.2012 / Inland / Seite 4

Streit um Gelöbnis

Rund 400 Demonstranten gegen Einschwörung von Bundeswehrrekruten in Berlin. Bürgerliche Parteien sorgen sich um mediale Präsenz des Aufmarsches

Frank Brendle
Insgesamt 400 Bundeswehrsoldaten legten am Freitag abend in Berlin ihr »Feierliches Gelöbnis« ab. Die Militärzeremonie löste diesmal nicht nur den Protest mehrerer hundert Antimilitaristen aus, sondern auch einen ungewöhnlichen Streit unter bürgerlichen Parteien: Diese kritisierten die Rückverlegung auf den Appellplatz des Verteidigungsministeriums. Seit 2008 hatte das Gelöbnis vor dem Reichstagsgebäude stattgefunden. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) wurde das zuviel: »Das Gelöbnis immer am 20. Juli vor dem Reichstag stattfinden zu lassen, erschien dem Bundestagspräsidenten weder notwendig noch zweckmäßig«, zitierte Die Welt Lammerts Sprecher. Schließlich seien die meisten Parlamentarier am 20. Juli im Sommerurlaub. Auch diesmal machte sich die Politprominenz rar: Von Regierungsseite ließ sich außer Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) nur noch Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) blicken. Auch Lammert war da. Gemäß einer neuen Absprac...

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