21.07.2012 / Inland / Seite 5

»Wir werden noch lauter«

Berlin: »Kotti & Co« und Rentnerinnen und Rentner der »Stillen Straße 10« halten Besetzungen aufrecht

Daniel Bratanovic
Es ist, als hätten sie einen Automaten befragt. Das Antwortschreiben des Berliner Stadtentwicklungssenators Michael Müller (SPD) auf den offenen Brief der Mietergemeinschaft »Kotti & Co« von Anfang Juni liest sich wie ein Report des Statistischen Bundesamtes. Zahlen über Zahlen. Auf die konkreten Fragen und Probleme der Mieter der Sozialwohnungen am südlichen Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg geht Müller mit keiner Silbe ein. Entsprechend irritiert reagierte die Mietergemeinschaft am Freitag vor der Presse. »Ist Stadtentwicklung für Sie vor allem ein Haushaltsthema? Gehören zur Stadtentwicklung keine Menschen mehr?« heißt es in einem neuerlichen Schreiben an Müller.

In ihrem Brief im Juni hatte die Initiative gegen völlig überhöhte Mieten, die oft mehr als die Hälfte des Gesamteinkommens vieler Bewohner ausmachen, protestiert. »Kotti & Co« forderte, kurzfristig eine erträgliche Mietobergrenze von vier Euro pro Quadratmeter einzuführen und pe...

Artikel-Länge: 4041 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe