21.07.2012 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Wir brauchen die Bodenschätze, um gut leben zu können«

Gespräch mit Elizabeth Cristina Salguero Carrillo. Über die Politik von Evo Morales, das neue Bolivien und Zerrbilder im Ausland

Benjamin Beutler
Elizabeth Cristina Salguero Carrillo (geb. 1964 in Argentinien) hat am 11. Juli ihre offizielle Akkreditierung als Botschafterin des Plurinationalen Staates Bolivien in Deutschland entgegengenommen

In Berlin ist nur knapp jede zehnte Botschafterin eine Frau. Was ist Ihr Werdegang vor Ihrem Einstieg in die große Politik?

Ich bin eigentlich studierte Journalistin und bin im argentinischen Córdoba zur Uni gegangen. Über ein Stipendium habe ich danach das Institut für Regionalentwicklung in Karlsruhe besucht. In der Bundesrepublik habe ich darum insgesamt vier Jahre gelebt, unter anderem in Freiburg. Nach meiner Rückkehr nach Bolivien arbeitete ich mehrere Jahre in Nichtregierungsorganisationen, die sich für Indigenen- und Frauenrechte einsetzen. Den wichtigsten Posten in diesem Gebiet hatte ich wohl als Vertreterin aller Frauenrechtsorganisationen Boliviens auf der Frauenrechtskonferenz der Vereinten Nationen in Peking 1995 inne. Danach war ich auch als Auto...

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