20.07.2012 / Feuilleton / Seite 12

Begräbnisrituale

Kleine Radioschau

Rafik Will
Bei der Parlamentswahl in Libyen ging die Mehrheit der Sitze mit 120 an unabhängige Kandidaten. Diese werden nun sowohl von der mit 39 Sitzen als stärksten Partei aus den Wahlen hervorgegangenen Liberalen umworben, wie auch von der zweitplatzierten Islamistischen Partei für Gerechtigkeit und Aufbau. Deren Vorsitzender Mohammed Sawan zeigte sich zuversichtlich, für eine Zweidrittelmehrheit genug von ihnen auf seine Seite zu ziehen. Aber auch die als »Allianz der nationalen Kräfte« angetretenen Liberalen wollen sich die Ultrareligiösenunter den Unabhängigen nicht entgehen lassen. Deren Vorsitzender Mahmud Dschibril habe sich für die Scharia ausgesprochen, sagte Marietta Schwarz am 12.7. auf Dkultur. So ging an Hansjoerg Strohmeyer, Sonderberater der UN in Libyen ihre Frage, wie säkular die Liberalen wirklich seien. Die lapidare Antwort: »Das mit der Scharia wird häufig überbewertet.« Der Ausgang der Wahl stimme »hoffnungsfroh«. Dsc...

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