20.07.2012 / Feminismus / Seite 15

»Embryonenoffensive« in Memmingen

Abtreibungsgegner inszenieren »Gedenkfeier« für »getötete Kinder« und verteilen Modelle von Föten

Anna Bock
Embryonenoffensive – was klingt wie der Angriff von Außerirdischen, ist die Aktionsform einer besonders unangenehmen Gruppierung unter den Abtreibungsgegnern: Durchblick e.V., Mitglied im Bundesverband Lebensrecht (BVL). Am vergangenen Samstag hat diese Gruppe im bayrischen Memmingen eine Attacke gegen das Selbstbestimmungsrecht und die Würde von Frauen geritten und gegen den guten Geschmack verstoßen. Im Rahmen einer Kundgebung stellten die katholischen Aktivisten mehr als 1000 Paar Kinderschuhe auf dem Marktplatz der Stadt auf – so viele Schwangerschaftsabbrüche wurden laut Statistischem Bundesamt 2011 durchschnittlich pro Monat in Bayern durchgeführt. Die Assoziation zu den Tausenden Schuhen von den Nazis ermordeter Kinder, die bei Kriegsende in Vernichtungslagern wie Auschwitz und Majdanek vorgefunden wurden, dürfte gewollt sein. Nicht umsonst haben Abtreibungsgegner Schwangerschaftsabbrüche immer wieder als »Babycaust« – in Analogie...

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