19.07.2012 / Schwerpunkt / Seite 3

Hetze als Programm

Rechte Splittergruppe plant offenbar, gewalttätige Ausschreitungen in Berlin herauszufordern. Neonazigegner organisieren Demonstrationen gegen »Pro Deutschland«

Markus Bernhardt
Die rassistische Kleinstpartei »Pro Deutschland« will vom 17. bis 19. August vor mehreren Einrichtungen und Treffpunkten von Muslimen und Linken in Berlin aufmarschieren. Im Internet kündigt die extrem rechte Splittergruppe an, unter dem Motto »Der Islam gehört nicht zu Europa – Islamisierung stoppen« unter anderem vor der As-Sahaba-Moschee im Wedding und der Al-Nur-Moschee in Neukölln Propaganda zu machen. Dort wollen die westlichen Kulturkrieger auch wieder Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed zeigen und damit offenbar erneut gewalttätige Ausschreitungen zwischen sogenannten Salafisten und der Polizei provozieren.

Konkret angekündigt wird ein »Veranstaltungswochenende der Superlative«, zu dem es »eine zweitägige Ausstellung der Mohammed-Karikaturen, acht Kundgebungen an politischen Brennpunkten und eine ›Freiheitliche Stadtrundfahrt‹« geben soll.

Bereits Anfang Mai hatte die »Bürgerbewegung Pro NRW« bei einem Aufmarsch vo...



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