19.07.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Mehr Geld dank Streiks

Gefordert und erreicht: Gewerkschaftsnahes Forschungsinstitut errechnet leichtes Plus bei den ­sogenannten Arbeitnehmereinkommen 2012

Mirko Knoche
Im Jahr 2012 bleibt etwas hängen von der Tariferhöhung. Wie das gewerkschaftsnahe Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in seinem am Mittwoch veröffentlichten tarifpolitischen Halbjahresbericht festgestellt hat, schöpften die Vertragsparteien in den ersten beiden Quartalen den »verteilungsneutralen« Spielraum aus. Damit ist eine Lohnerhöhung gemeint, welche die Preissteigerungsrate (derzeit ungefähr zwei Prozent) und den Zuwachs der Arbeitsproduktivität (etwa 0,5 Prozent) umfaßt. Tatsächlich beläuft sich die durchschnittliche Gehaltssteigerung bislang sogar auf 2,7 Prozent, wie das WSI-Tarifarchiv errechnet hat. Damit habe sich das Verhältnis von Löhnen und Gewinnen leicht zugunsten der Arbeitseinkommen verschoben.

Zuletzt war das 2009 der Fall. Krisenbedingt war die Produktivität damals aber negativ, was bedeutete: Mit einer bestimmten Arbeitsmenge wurden weniger Güter hergestellt als im Vorjahr. Auch 2008 beeinflußte eine negative Arb...

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