16.07.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Alarmsignale aus Colombo

Sri Lankas Wirtschaft leidet trotz kräftig steigenden Bruttoinlandsprodukts an Außenhandelsdefizit und Inflation

Thomas Berger
Sri Lanka wird auch in diesem Jahr aller Voraussicht nach auf ein solides Wirtschaftswachstum verweisen können. Von sieben Prozent Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sprach Finanzstaatssekretär P. B. Jayasundera in der vergangenen Woche beim »Wirtschaftsgipfel 2012«, den die Handelskammer des Inselstaates im Indischen Ozean organisiert hatte. Das ist eine hohe Wachstumsrate, allerdings liegt sie einen ganzen Prozentpunkt unter dem, was bisher als Prognose gehandelt wurde. Diese Korrektur durch die Regierung hat mehrere Gründe. Vor allem zunehmende Inflation und ein kräftiges Handelsbilanzdefizit der Volkswirtschaft wirken sich negativ aus. Auf umgerechnet zehn Milliarden US-Dollar ist der Fehlbetrag zuletzt gestiegen, der sich aus der Differenz zwischen Im- und Exporten ergibt. Für das relativ kleine Land mit einer Jahreswirtschaftsleistung von rund 105 Milliarden US-Dollar (2010; im Vergleich dazu Deutschland: 3000 Milliarden Dollar) ist das ein ziemlich hoher Betrag. Wichtigst...

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