14.07.2012 / Inland / Seite 5

Leoparden anleinen

Rüstungsgegner bereiten für den Spätsommer Großkampagne gegen Waffenexporte vor. Schwerpunkt: Berlin, Kasel und der Bodenseeraum

Daniel Bratanovic
Ein breites Bündnis aus über 50 Organisationen bereitet für diesen Sommer eine bundesweite Kampagne gegen deutsche Rüstungsexporte vor. Unter dem Motto »Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel! Den Opfern Stimme – den Tätern Name und Gesicht« sind vorwiegend Proteste gegen den Export deutscher Kampfpanzer des Typs Leopard-2 nach Saudi-Arabien vorgesehen.

Der Politologe Peter Grottian sagte am Freitag in Berlin vor Journalisten, erstmals in der Geschichte der BRD gebe es die Chance, ein derartiges Rüstungsgeschäft zu verhindern. Einer emnid-Umfrage zufolge seien 70 bis 80 Prozent der Deutschen gegen diese Panzerlieferung. Jetzt komme es darauf an, diese Ablehnung mit Methoden des zivilen Ungehorsams wachzuhalten. »Es muß den Herrschenden weh tun!«, sagte der emeritierte Universitätsprofessor. Beabsichtigt seien Aktionen an den Orten, an denen Waffen produziert, bzw. wo politische Entscheidungen für Rüstungsexporte gefällt werden...

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