13.07.2012 / Ausland / Seite 6

Das Schweigen brechen

In Brasilien werden die Verbrechen der Militärdiktatur untersucht

Tainã Mansani, São Paulo, und Mario Schenk
In Brasilien soll der Fall des 1972 während der Militärdiktatur verschleppten und im Gefängnis von der Militärpolizei ermordeten Ruy Carlos Berbert wieder aufgerollt werden. Mitglieder der nationalen Wahrheitskommission bestätigten am Montag die Wiederaufnahme der 1992 zu den Akten gelegten Untersuchungen. Berbert hatte dem Movimento de Libertação Popular, der Volksbefreiungsbewegung, angehört. Die Gruppe hatte sich 1971 vom bewaffneten Arm der verbotenen kommunistischen Partei abgespalten und kämpfte für die Beseitigung der Militärdiktatur. Bisher galten die Todesumstände des damals 24jährigen als ungeklärt. Auch seine sterblichen Überreste wurden nie gefunden. Jüngst aufgetauchte Fotografien belegen vor allem die Zweifel an der damals von der Diktatur verbreiteten Version eines Selbstmords. Der Vorsitzende des Obersten Gerichtshofs und Mitglied der Wahrheitskommission, Gilson Dipp, verspricht sich von den entdeckten Bildern sowohl neue Erkenntnisse über die Todesursache als auch ü...

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