10.07.2012 / Inland / Seite 2

Agentenchef mit dreckigen Füßen

Verfassungsschützer vor Thüringer Untersuchungsausschuß: Gutes Informantenzeugnis für Neonazi und skurrile Szenen mit dem Exbehördenleiter

Claudia Wangerin
Ein Mitarbeiter des Thüringer Verfassungsschutzes hat am Montag im Untersuchungsausschuß des Landtags über den Einsatz von fünf V-Leuten in der rechten Szene während der Entstehungszeit des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) berichtet. Der ehemalige V-Mann-Führer Norbert Wiesner sagte dem Gremium nach Informationen des MDR, neben dem Kopf des »Thüringer Heimatschutzes« (THS), Tino Brandt, habe es sich um zwei Männer aus der Ostthüringer Skinheadszene sowie zwei weitere Personen aus dem rechtsextremen Umfeld gehandelt. Zu den V-Leuten, die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Rahmen der sogenannten »Operation Rennsteig« angeworben hatte, machte Wiesner keine Angaben. Ein guter Informant sei Tino Brandt gewesen – der Führungskader jener Truppe, in der sich die späteren Neonaziterroristen Uwe Mundlos, Uwe B...

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