10.07.2012 / Inland / Seite 5

Gegenwind für »Braune Häuser«

Thüringer Kommunen und Initiativen wehren sich gegen Treffpunkte für Neonazis – doch nicht überall

Sebastian Hank, dapd
Der »Romantische Fachwerkhof« in Kirchheim fällt kaum auf. Das Gasthaus sieht aus wie so viele gepflegte Pensionen in Thüringen. Auf beiden Seiten große Holztore, an der Fassade rankt Efeu empor, ein Schild weist darauf hin, daß die Parkplätze für Gäste reserviert sind.

Keine Immobilie in Thüringen wird von Neonazis intensiver genutzt als der »Fachwerkhof« – obwohl seit Jahren ein kleines Bürgerbündnis dagegen kämpft. Minister, Landtagsabgeordnete, Polizisten, Vertreter von Bürgerinitiativen und Journalisten fuhren am Donnerstag während einer Tour durch Thüringen auch hier vor, um sich über sogenannte »Braune Häuser« zu informieren.

Mindestens neun Immobilien, die regelmäßig von Neonazis genutzt werden, gibt es nach Angaben des mobilen Beratungsteams gegen Rechtsextremismus »Mobit« derzeit im Freistaat. Die »Braunen Häuser« sind mehr als Versammlungsorte. Sie seien Stützpunkte der rechten Szene, von denen aus Neonazis versuchten, in den Kommunen a...



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