09.07.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Zu lange Leitung

Bundesregierung und Energiekonzerne planen den massiven Ausbau der Stromnetze. Experten ­halten die Pläne für weit übertrieben

Wolfgang Pomrehn
Die Bundesregierung und die vier Betreiber des Höchstspannungsnetzes machen Druck beim Ausbau der Stromnetze, den sie als unverzichtbar für den Umbau der Energieversorgung ausgeben. Am morgigen Dienstag endet das Konsultationsverfahren zum Netzentwicklungsplan, in dem Verbände und Bürger seit dem 30. Mai ihre Stellungnahmen einbringen konnten. Am Donnerstag soll eine öffentliche Anhörung folgen. Der von den vier Unternehmen 50 Hertz (ehemals Vattenfall), TenneT (ehemals E.on), Amprion (ehemals RWE) und Transnet BW (ehemals EnBW) vorgelegte Entwurf sieht für die Anforderungen im nächsten Jahrzehnt insgesamt 3800 Kilometer neue Leitungen und die Verstärkung auf weiteren 4400 Kilometern vor.

Erdkabel empfohlen

Verschiedene Umweltverbände und auch Bürgerinitiativen, die gegen den Ausbau in ihrer Nachbarschaft streiten, halten die Planung für übertrieben. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte vorgeschlagen, zur Beschleunigung des Ausbaus existierende Tra...

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