09.07.2012 / Ausland / Seite 7

Beratungen über Mali

Treffen in Burkina Faso fand ohne Hauptpersonen der Konfliktparteien statt

Simon Loidl
Am Wochenende hat in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, ein Treffen zwischen Vertretern der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) und politischen und gesellschaftlichen Gruppen aus Mali stattgefunden. Die ECOWAS forderte die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit in Mali bis Ende Juli, die eine »Roadmap« zur Beilegung der Krise in dem Land umsetzen müsse. Außerdem solle der Internationale Strafgerichtshofs (IStGH) Ermittlungen wegen »Kriegsverbrechen« im Norden Malis einleiten. Der ECOWAS-Wunsch nach einem militärischen Eingreifen wurde in Ouagadougou ebenfalls erneuert. Mali solle eine von den Vereinten Nationen unterstützte Intervention fordern, so die ECOWAS-Vertreter am Samstag, um den derzeit von Aufständischen kontrollierten Norden des Landes zurückzuerobern.

Die wichtigsten Akteure des betroffenen Landes waren allerdings bei den Beratungen nicht anwesend. Für die derzeitige Übergangsregierung Malis nahm ...

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