07.07.2012 / Feuilleton / Seite 12

Sirenen der Transgression. CocoRosie im Heimathafen Berlin-Neukölln

Matthias Reichelt
Hybride, genreübergreifende Popmusik ist en vogue, aber was die Schwestern Bianca und Sierra Casady seit 2003 unter dem Namen CocoRosie (Foto) so an Stilen zusammenbringen, sucht seinesgleichen. Der Begriff Transgression ist bei dieser Band nicht nur auf das lustvolle Spiel mit der Geschlechterambivalenz anwendbar, zu dem Tattoos und Kostüme gehören, sondern genauso auf das musikalische Konzept. Klar umrissene Songstrukturen lösen sich in sphärische Klänge auf, klassische Bühnenperformance wird zu Musiktheater. Kein Wunder, daß die Schwestern, die gern an ungewöhnlichen Orten auftreten, seit kurzem auch Tanztheater machen. Im März war ihr Stück »Night­shift – A Feeble Ballet« auf Kampnagel in Hamburg zu sehen.

CocoRosie reißen Grenzen ein, öffnen Ohren und Augen für Zwischenräume. Ihr Mix aus Märchen, Bronté-Romanen und Travestie läßt Raum für kurze...

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