06.07.2012 / Thema / Seite 10

Planer und Propagandisten

Ausgesuchte Mitglieder, reaktionäre Positionen, bellizistische Propaganda: Die Bundesakademie für Sicherheitspolitik gehört zu den wichtigsten militärpolitischen Thinktanks in Deutschland

Peer Heinelt
Einen Minderwertigkeitskomplex kann man der in Berlin beheimateten Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), die heuer ihr 20jähriges Bestehen feiert, wahrlich nicht attestieren. Der militärpolitische Thinktank bezeichnet sich selbst als die »höchstrangige und ressortübergreifende Weiterbildungseinrichtung des Bundes für Führungskräfte auf dem Gebiet der Sicherheitspolitik« und will nach eigenen Angaben nicht weniger als »Impulse zur zukünftigen geopolitischen Positionierung Deutschlands und der Europäischen Union und zur Wahrung unserer Interessen erarbeiten«. Wessen Interessen hier gemeint sind, wird bereits deutlich, wenn man die Teilnehmerlisten der von der BAKS alljährlich veranstalteten »Seminare für Sicherheitspolitik« betrachtet: Neben hochrangigen Militärs, Beamten des Bundesinnenministeriums, des Bundeskriminalamts (BKA), des Bundesnachrichtendienstes (BND) und des Verfassungsschutzes finden sich die Manager etlicher Großkonzerne; vertreten sind unter anderem Rheinmetall...

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