06.07.2012 / Inland / Seite 4

Hochflexibel und zu Dumpinglöhnen

Werkverträge greifen immer weiter um sich. Gewerkschaften fordern gesetzliche Regulierung

Ralf Wurzbacher
Der Landesverband Berlin-Brandenburg der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat vor einem deutlich zunehmenden »Mißbrauch von Werkverträgen zur Lohndrückerei und zur Aushebelung vonBeschäftigtenrechten« im Einzelhandel gewarnt. Aktuelle Maßnahmen beträfen die Ausgliederung von Produktverkäufern, von Warenverräumung und des Kassiervorgangs, monierte die Fachbereichsleiterin Handel, Erika Ritter, am Mittwoch in einer Pressemitteilung. Die Entwicklung sei für Betriebsräte und Gewerkschafter »nicht hinnehmbar, weil Betroffene zu ihrem Nachteil hochflexibel eingesetzt und zu Dumpingbedingungen entlohnt werden«, erklärte die Gewerkschafterin.

Bei einem Werkvertrag vergibt ein Auftraggeber fest definierte Gewerke an Fremdfirmen. Der Beauftragte stellt dafür die Beschäftigten, haftet für deren Tätigkeit und bestimmt, wie verfahren wird. In jüngerer Zeit dient das Instrument immer mehr – statt einer sinnvollen Arbeitsteilung – der Lohndrückerei sowie ...

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