05.07.2012 / Feuilleton / Seite 13

Wer das nicht wußte

Ein Biopic über Woody Allen wird nach 15 Minuten aufgegeben und erzählt kaum Neues

André Weikard
Vor ein paar Jahren gab es auf der Frankfurter Buchmesse ein Gerücht. Woody Allen habe ein Buch geschrieben, seine Autobiographie. Es gab viel Aufregung, hektische Telefonate, sogar Gebote, ohne daß eine Seite von diesem Buch zu lesen war. Eine Million Euro soll ein deutscher Verlag für die nationalen Rechte angeboten haben. Dann stellte sich das Gerücht als falsch heraus. Allen hatte keine Biographie verfaßt, hatte es nicht mal vor und hat es bis heute nicht getan. Dafür gibt es nun ein Biopic, einen filmischen Versuch, dem 1,65-Meter-Mann mit der dicken dunklen Brille endlich mal in die Karten zu schauen. Das gelingt, aber nur eine Viertelstunde lang. In diesen ersten 15, vielleicht 20 Minuten erzählt Regisseur Robert B. Weide von der Kindheit des kleinen Woody. Bis fünf, so seine Mutter, sei er ein ganz fröhliches, munteres Kind gewesen, dann, urplötzlich, wurde er schwermütig. Allen selbst spekuliert, ihm sei da klargeworden, daß er eines Tages sterben müsse. Die Frage nach dem T...

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