23.06.2012 / Geschichte / Seite 15

Staatliche Tortur

Eine Studie über Geschichte und Gegenwart der Folter im »demokratischen« Spanien

Alexander Bahar
Sie haben mir ihre Finger in die Augen gedrückt, dann hinter die Ohren; ich bekam harte Schläge auf den Rücken (…); als ich zu schreien begann, verstopften sie mir den Mund und hinderten mich zu atmen; sie quetschten meine Geschlechtsteile und schlugen meinen Kopf gegen die Wand, bis das Blut aus der Stirn die Wand beschmierte und sie davon abließen. Ich verlor jeglichen Sinn für die Zeit.«

Dies ist nicht der Bericht eines syrischen oder belorussischen Regimegegners. Mit diesen Worten beschrieb Fernando Elejalde die Mißhandlungen im Polizeipräsidium von Donostia, Sitz des Zivilgouverneurs der baskischen Provinz Gipuzkoa in Spanien. Elejalde war am 11. März 1997 verhaftet worden.

Der Fall Elejalde ist einer von vielen, die Xabier Makazaga in seiner beängstigenden Studie »Demokratie und Folter. Das Beispiel Spanien« anführt. Da sich der Zustand des Gefangenen unmöglich verheimlichen ließ, flüchteten sich die spanischen Autor...

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