15.06.2012 / Ausland / Seite 7

Keine Aufklärung

Deutsche U-Boote für Israel: Bundesregierung weicht Fragen der Linken aus

Knut Mellenthin
Die Bundesregierung interessiert sich nicht dafür, ob Israel seine von der deutschen HDW-Werft gelieferten oder dort bestellten U-Boote als Atomwaffenträger nutzt. Das bekräftigte sie in ihrer Antwort auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen (Die Linke). Israel hat den Atomwaffensperrvertrag nicht unterschrieben, gibt keine Auskunft über Umfang und Einsatzregeln seines Arsenals und hält sich auch die Möglichkeit eines nuklearen Erstschlags offen. Vier U-Boote, die nach israelischen Wünschen extra für den Abschuß von Marschflugkörpern modifiziert wurden, hat Israel bereits aus Kiel erhalten; zwei weitere sind noch im Bau.

In ihrer auf den 29. Mai datierten Anfrage hatte Dagdelen wissen wollen, mit welchem Gesamtbetrag der Verkauf der sechs Schiffe an Israel aus dem Bundeshaushalt subventioniert wurde. Diese Frage hatte die Abgeordnete einige Wochen zuvor schon einmal gestellt, als Antwort aber nur den Zuschuß zum sechsten der...

Artikel-Länge: 3720 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe