13.06.2012 / Inland / Seite 4

Festnahmen auf Zuruf

Polizeizeugen konnten Besucher der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2011 keine Rolle bei Schlägerei zuordnen

Claudia Wangerin
Im Berliner Prozeß gegen zwei Besucher der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2011, denen gefährliche Körperverletzung vorgeworfen wird, haben am Dienstag vier Polizeibeamte ausgesagt, die zum eigentlichen Tathergang nichts sagen konnten. Drei der Zeugen waren seinerzeit vor dem Veranstaltungsort, dem Berliner Urania-Haus im Einsatz. Sie sollten die von junge Welt veranstaltete Konferenz am 8. Januar 2011 »betreuen« und die Lager trennen, da sowohl eine Versammlung der rechtspopulistischen Gruppierung »Pro Berlin« gegen die Konferenz angekündigt war, als auch die »Vereinigung der Opfer des Stalinismus« (VOS) kurzfristig zu einer antikommunistischen Mahnwache mobilisiert hatte. Grund für die Aufregung waren das Konferenzmotto »Wege zum Kommunismus«, die dazugehörige Podiumsdiskussion und ein ebenso betitelter Gastbeitrag der damaligen Linksparteichefin Gesine Lötzsch in dieser Zeitung.

Der Tumult, bei dem VOS-Demonstranten von mutmaßlichen Konferenzteil...

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