13.06.2012 / Inland / Seite 4

Grauer Markt

Die »Hells Angels« sind, aller Motorradromantik zum Trotz, ein gewinnorientiertes Unternehmen. Die aktuellen Maßnahmen gegen die Rocker verschärfen den Konkurrenzkampf

Sebastian Carlens
Nach den Schüssen auf den Berliner Hells-Angels-Boß André Sommer am vergangenen Sonntag sind die Hauptstadt-Rocker in Aufruhr – ebenso wie Polizei und Politik. Am Montag beschäftigte das Thema Rockerkriminalität auch den Innenausschuß des Berliner Abgeordnetenhauses: Nach einer gescheiterten Razzia vor zwei Wochen ist der Maulwurf in den Behörden, der die Maßnahme an die Gangs verriet, noch immer nicht gefunden. Sommer, der unter schwerer Polizeibewachung im Berliner Krankenhaus Charité liegt, kämpft um sein Leben, ein Täter ist bislang nicht gefasst. Der ehemalige BFC-Hooligan war zuletzt Chef des »Hells-Angels«-Charters »Nomads«, einer Berliner Niederlassung. Auch seine Truppe bekam rechtzeitig Wind von den Polizeiplanungen – und löste sich, einen Tag vor der Razzia, selbst auf, um einem Verbot zu entgehen. Razzien gegen die organisierte Kriminalität werden gewöhnlich akribisch geplant; von den eingesetzten Polizisten wissen bis kurz vor dem Zugriff nur sehr wenige hoch...

Artikel-Länge: 4958 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe