31.05.2012 / Titel / Seite 1

Mister X soll Polizist sein

Claudia Wangerin
Das sächsische Innenministerium ist durch die Verbindungsdaten der mutmaßlichen Neonaziterroristin Beate Zschäpe in Erklärungsnot geraten. Zwei staatliche Stellen hatten demnach am 4. November 2011 versucht, die seit Jahren untergetauchte Rechtsextremistin auf dem Handy anzurufen. Der Pressesprecher des sächsischen Innenministeriums, Frank Wend, sagte am Mittwoch gegenüber junge Welt, Zschäpe sei von der Polizei in Unkenntnis ihrer Identität angerufen worden, weil ihre Wohnung brannte. Erst auf Nachfrage erklärte Wend, die Polizei habe dazu einen Festnetzanschluß und zwei Handys benutzt.

Die Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz (Die Linke) hatte Innenminister Markus Ulbig (CDU) bereits am Dienstag im Innenausschuß zur Rede gestellt, nachdem ihr vom BKA erhobene Daten zugespielt wurden, aus denen hervorgeht, daß Zschäpe bereits um 16.32 Uhr auf der Flucht vor der Polizei einen Anruf von einem Handy erhielt, das auf das sächsische Innenministeriu...

Artikel-Länge: 3511 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe