31.05.2012 / Inland / Seite 5

Betreuungswüste West

Familienministerin Schröder hat Schwierigkeiten, genügend Kita-Plätze zu schaffen. Ab August 2013 besteht hierauf ein Rechtsanspruch

Charlotte Langenkamp und Sebastian Carlens
Die Arbeit an der Supermarktkasse ist offenbar attraktiver als eine Tätigkeit im Kindergarten: Immer mehr Erzieher wandern in andere Berufe ab, unter anderem in die Lebensmittelbranche, teilte Familienministerin Kristina Schröder (CDU) am Mittwoch mit. Gemeinsam mit der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände hat Schröder in Berlin den Zwischenbericht zur Evaluierung des Kinderförderungsgesetzes vorgestellt. Der ab dem 1. August 2013 geltende Rechtsanspruch für Eltern auf einen Betreuungsplatz für unter dreijährige Kinder soll nach Auskunft der Ministerin unbedingt umgesetzt werden. Nach Einschätzung der Kommunen sei dies allerdings wohl nicht mehr bundesweit zu schaffen, teilte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit.

Schröders Amtsvorgängerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte sich auf dem »Krippengipfel« im Jahr 2007 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Innerhalb von sechs Jahren sol...

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