25.05.2012 / Ausland / Seite 7

Mitsprache unerwünscht

Guatemala: Staat unterstützt private Investoren im Kampf gegen Bevölkerung

Andreas Knobloch
Guatemalas Gemeinden haben in der Regel wenig Mitspracherecht, wenn es um die Ausbeutung natürlicher Ressourcen geht. Der Fall der Gemeinde Santa Cruz Barillas im Nordwesen des Landes, nahe der mexikanischen Grenze, macht dies deutlich. Dort eskalierte in den letzten Wochen der Konflikt um ein Staudammprojekt, das von einer überwältigenden Mehrheit der Anwohner abgelehnt wird. Verschärft wurden die Spannungen durch den Mord an Gemeindeführer Andrés Francisco Miguel. Er war am 1. Mai zusammen mit Pablo Antonio Pablo und Esteban Bernabé auf dem Nachhauseweg aus dem Hinterhalt überfallen worden. Pablo und Bernabé konnten schwer verletzt fliehen und machten später das mit dem Bau beauftragte Unternehmen Hidro Santa Cruz als Drahtzieher für die Attacke verantwortlich. Miguels Körper wurde, von mehreren Kugeln durchsiebt, am Straßenrand gefunden. Noch am selben Tag kam es zu einer Demonstration mit mehr als tausend Teilnehmern. Ein Teil der aufgebrachten Menge ...

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