25.05.2012 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Ver.di spielt nicht mit

Stufenmodell zur Besserstellung von Leiharbeitern in Metallindustrie vereinbart. Dienstleistungsgewerkschaft sieht darin kein Vorbild für ihre Branchen

Daniel Behruzi
Nicht nur die IG Metall, auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sieht die am Dienstag vereinbarten Zuschläge für in der Metall- und Elektroindustrie eingesetzte Leiharbeiter als »großen Fortschritt und Ausweis für die Kraft einer intakten Tarifpartnerschaft«. »Dieses gute Beispiel muß jetzt Schule machen und auf alle Branchen, die Zeitarbeit nutzen, übertragen werden«, forderte die CDU-Politikerin in ihrer Stellungnahme zur zwischen der IG Metall und den Zeitarbeitsverbänden iGZ und BAP getroffenen Vereinbarung. Doch während die IG BCE wohl ein ähnliches Konzept für die Chemie­industrie verfolgt, spielt ver.di nicht mit. Für die Dienstleistungsbereiche seien die erst nach einer längeren Einsatzzeit wirksam werdenden Zuschläge kein Vorbild, erklärte ihr Sprecher Christoph Schmitz auf jW-Nachfrage.

»Das ist für die Dienstleistungsbranchen kein geeignetes Modell«, betonte Schmitz. Die Hälfte der insgesamt fast eine Million Leiharbeite...

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