23.05.2012 / Ausland / Seite 6

Amano reiste nach Teheran

Durchbruch in Verhandlungen zwischen Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde

Knut Mellenthin
Zwischen Iran und der Internationalen Atomenergiebehörde ist es offenbar zu einer weitgehenden Einigung über die Besichtigung militärischer Anlagen gekommen, die rechtlich nicht in die Kompetenz der IAEA fallen. Im Zentrum steht dabei der Komplex Parchin, der 20 bis 30 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Teheran liegt. Inspektoren der Behörde waren bereits 2005 zweimal dort, ohne Verstöße gegen den Atomwaffensperrvertrag zu finden. Die IAEA vermutet aufgrund von geheimdienstlichen Quellen aus nicht genannten Staaten, daß Iran in Parchin Tests für die Entwicklung eines Atomwaffenzünders durchgeführt habe. Iran bestreitet diesen Verdacht. Frühere Versuche der IAEA, Zutritt zu den Anlagen in Parchin zu erhalten, waren bei Gesprächen, die im Januar und Februar in Teheran geführt wurden, gescheitert. Iran verlangte als Vorbedingung den Abschluß einer detaillierten schriftlichen Vereinbarung, die solche Inspektionen, die nicht Teil der regulären Tätigkeit der Atombehörde sind, regelt. Dami...

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